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Frühzeitliche Geschichte
Germering blickt auf eine lange Siedlungsgeschichte zurück. Bereits in der späten Jungsteinzeit bzw. der frühen Bronzezeit wurden Hügelgräber im Bereich der heutigen Oberen Bahnhofstraße angelegt. Des Weiteren sind ein bronzezeitliches Brandgrab sowie Siedlungsreste aus der Urnenfelderzeit nachweisbar. Aus der Römerzeit stammt eine Villa rustica mit Hypokaustum (Warmluftheizung). Außerdem wurde ein römischer Ziegelbrennofen entdeckt, welcher an der Straße Richtung Alling besichtigt werden kann.
Ersterwähnungen der einzelnen Ortsteile
Die erste sichere urkundliche Erwähnung von Germering als Kermaringon erfolgt zwischen 859 und 864. Es wird aber vermutet, dass die älteste Urkunde schon aus dem Jahr 769 stammt und zwar mit der Ortsbezeichnung Germana.vel.admonte. Die erste sichere urkundliche Erwähnung von Unterpfaffenhofen stammt aus dem Jahr 1190. Eine Urkunde die auf die Zeit zwischen 948 und 957 datiert wird, benennt einen Ort namens Phafinhouna, womit aber auch ein anderes Pfaffenhofen gemeint sein könnte. Nebel ist unter dem Namen Slat.vel.Nebelriet seit 1173 schriftlich bekannt. Gut Streiflach ist seit 1270 bekannt. Für die Einöde Harthof, jetzt bekannt als Harthaus, ist keine Ersterwähnung bekannt.
Mittelalterliche Geschichte
Unter der alten St. Martin Kirche finden sich frühmittelalterliche Reihengräber und vorromanische Kirchenreste. 1422 wird Germering bei Kämpfen im Umfeld der Schlacht von Alling zerstört. 1448 werden die beiden Gemeinden erstmals als Mitglied des Landgerichtsbezirks Starnberg erwähnt.
Neuzeitliche Geschichte
1818 wird die Gemeinde Germering und parallel dazu die Gemeinde Unterpfaffenhofen mit den Gemeindeteilen Kleßheim, Nebel, Streiflach und Wandlheim gebildet. 1852 wechseln die beiden Gemeinden als Steuerdistrikt zum Königlichen Bezirksamz Bruck Mit dem Bau der Bahnlinie München-Herrsching 1902 beginnt ein grundlegender Strukturwandel. Harthaus und Neugermering entstehen als neue Siedlungen. Durch die Aufnahme von tausenden Heimatvertriebenen und Flüchtlingen nach 1945 (Ende des 2.Weltkrieges) wächst die Bevölkerung in diesen Gemeinden. Die Folge sind erste soziale Wohnungsbauprojekte zwischen 1952 und 1954. Der rapide Wachstum setzt sich in den 1960er und 1970er - nicht zuletzt durch die umfangreiche Ausweisung neuer Baugebiete - fort. Ab ca. 1978 stabilisiert sich die Entwicklung und die Stadtplanung konzentriert sich seitdem auf infrastrukturelle Verbesserungen. Am 1. Mai 1978 werden die bis dahin eigenständigen Gemeinden Germering und Unterpfaffenhofen vereinigt und damit dem konkurrierendem Verhalten beider Gemeinden ein Ende gesetzt. Bis zur Erhebung zur Stadt war Germering die größte kreisangehörige Gemeinde Bayerns. Die Erhebung zur Stadt erfolgte am 12. April 1991 - nach München, Ingolstadt, Rosenheim, Freising und Dachau wird Germering die sechstgrößte Stadt Oberbayerns. Am 1. Oktober 2004 wurde Germering zur Großen Kreisstadt erhoben.
Sonstige geschichtliche Anmerkungen
Die rasante Entwicklung nach dem zweiten Weltkrieg spiegelt sich in Germerings uneinheitlicher Siedlungsstruktur wieder. Neben den dörflichen Ortskernen des alten Germerings und Unterpfaffenhofens gibt es die Hochhaussiedlungen der siebziger Jahre sowie schließlich die urbane Architektur des neuen Stadtzentrums mit der Stadthalle.
Wappen
Das Wappen wurde 1981 von Karl Haas aus den einzelnen Wappen von Germering und Unterpfaffenhofen geschaffen. Der Germeringer Teil des Wappens besteht aus der alten Dorfkirche St. Martin (weiß auf rotem Grund). Der Unterpfaffenhofener Teil ist der rote Löwe auf weißem Grund. Er wurde vom Wappen derer von Hufnagel und Chlingensperg entnommen, die im 17. und 18. Jahrhundert u.a. mit dem Gut Wandlheim über größeren Grundbesitz verfügten. Als verbindendes Element wurde der Dreiberg verwendet, der den Parsberg darstellt.
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Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Germering aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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